Gernot Heinrich | Tenor

Gernot Heinrich erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben, wo er als Alt-Solist sowohl bei den internationalen Konzerten des Knabenchores als auch in der Wiener Staatsoper die musikalische Basis seiner Profession legte. Danach absolvierte er das Musikgymnasium in Oberschützen und studierte Trompete an der Musikuniversität Graz. Nach erfolgreichem Schulabschluss studierte er Gesangspädagogik bei Adelheid Hornich und Eva Bartfai an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Sowohl das Konzertfach als auch die szenische Arbeit im Bereich Oper sind für ihn künstlerisch wichtige und herausfordernde Betätigungsfelder. Sein Repertoire umfasst Musik, die von der frühen Mehrstimmigkeit und Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Werken reicht. Als Oratoriensänger ist er in ganz Europa gefragt. Darüber hinaus wird Gernot Heinrich regelmäßig von Spezialisten-Ensembles wie dem Clemencic-Consort, Ars Antiqua Austria, Accentus Austria und Progetto Semiserio für Renaissance- und Barockmusik oder der Neuen Oper Wien für den Bereich zeitgenössischen Musiktheaters eingeladen.


Folgende Auswahl an Werken und Spielstätten zeigt sein breites musikalisches Spektrum, welches er sich mit Dirigenten wie Helmuth Rilling, Martin Haselböck, Kristjan Järvi, Manfred Mayrhofer, Johannes Prinz, Erwin Ortner, Johannes Hiemetsberger, Walter Kobera, Markus Uhl, Kristian Schneider und René Clemencic, mit Regisseuren wie Hans Gratzer, Paul Flieder, Stephan Bruckmeier, Andreas Leisner, Alexander Kubelka und Johannes Erath, sowie mit Orchestern wie den Tonkünstlern Niederösterreich, dem amadeus ensemble-wien, der Wiener Akademie, dem Bach-Collegium Stuttgart, dem Karlsruher Barockorchester, der Bayerischen Kammerphilharmonie, der Capella Lutherana, dem Bach Consort Wien, den Wiener Bachsolisten und dem Savaria Symphonieorchester erarbeitet hat:

Acis und Galatea von G. F. Händel, Mahagonny von K. Weill und Frida Kahlo von R. X. Rodriguez im Wiener Schauspielhaus, H. Kratochwils Franziskus, K. Weills Die sieben Todsünden , G. Schedlbergers Nero's Comeback, G. Peris Euridice und Cavallis Die Liebe des Apollon und der Daphne in der Wiener Kammeroper, J. J. Fux' Dafne in Lauro bei den internationalen Barocktagen im Stift Melk, W. A. Mozarts Don Giovanni in der Oper der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator;

Le Balcon von P. E. Eötvös, Requiem für Piccoletto von D. Kaufmann, sowie Triptychon von G. Schedl mit der Neuen Oper Wien, The Lament of Ariadne in Patras/G, im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2006, Die Schuldigkeit des ersten Gebotes von W. A. Mozart beim Carinthischen Sommer sowie zahlreiche Konzerte im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus, im Wiener Stephansdom und im Festspielhaus St. Pölten.

Gernot Heinrich sang bei den Festivals Wien modern, Wiener Festwochen und Allegro Vivo, den Ruhrfestspielen in Recklinghausen/D, dem Festival Rencontres Internationales de Musique Medievale in Thoronet/F, dem Festival dell' Aurora in Crotone/I, dem Festival Wörthersee Classics in Klagenfurt/A, dem Festival Estate Musicale Gasparo da Salò/I, bei der Kyburgiade in Winterthur/CH, beim Festival Torino Settembre Musica in Turin/I und beim Festival Barocco in Viterbo/I.

Liederabende in kammermusikalischer Besetzung und seine Ensembletätigkeit mit den von ihm mitbegründeten Vienna Voice Artists für Musik des 16. und 17. Jahrhunderts runden die künstlerische Tätigkeit von Gernot Heinrich ab, die durch verschiedene Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentiert ist.